Donnerstag, 5. März 2009

Neuseeland (Bay of Islands: Paihia, Kerikeri, Matauri Bay, Mangonui, Cape Reinga, Te Paki, Ninety Mile Beach, Kaitaia) 01.03.2009


Bis zum östlichsten Ende der Welt


Heute begann der Tag wieder einmal sehr viel versprechend und so machten wir uns schnell auf den Weg. Wir frühstückten noch schnell in Kerikeri (der Ort ist für Kiwianbau bekannt). Und dann ging es endlich los Richtung Norden. Die bis jetzt prägende Küstenlandschaft wechselte sich nun immer häufiger mit einer eindrucksvollen hügeligen Weidenlandschaft ab. Schön saftige Wiesen, eine Menge Kühe und Schafe. Es erinnerte uns ein bisschen an Irland. Genauso haben wir uns Neuseeland vorgestellt und es hätte nicht schöner sein können.

An der Matauri Bay machten wir mittags eine Pause und stürzten uns in die herrliche Brandung. Das Wetter lockte auch einige Surfer in die Bucht. Leihboards gab es dort leider nicht und so mussten wir den Locals neidvoll zusehen, wie sie die Wellen abritten.:-(. (Auf einem Hügel der Bucht steht auch das „Rainbow Memorial“. Es erinnert an das Attentat auf das Greenpeace Schiff. Der Geheimdienst hat über diese Bucht die Bombe eingeschmuggelt, welche das Schiff später im Hafen von Auckland versenkte. Ein Fotograf kam dabei ums Leben…)

Nach dieser Erfrischung ging es weiter und die Landschaft wurde immer interessanter. Wir legten nach ein paar Stunden noch einen kurzen Zwischenstopp in Mangonui ein (dieses Örtchen ist bekannt durch seinen schönen Hafen.). Gegen Spätnachmittag kamen wir endlich an unserem heutigen Tagesziel an:

„Cape Reinga“. Der nördlichste Punkt Neuseelands und gleichzeitig der östlichste Punkt der Welt. Hier stoßen die tasmanische See und der Pazifik aufeinander, kilometerweit erkennt man ihr „Ringen“. Wir wanderten den Küstengürtel zum Leuchtturm hinab und bestaunten die Brandung die auf die Klippen donnerte. Hier war man fast eins mit den Naturgewalten und es war schon ein toller Anblick, dem wir uns lange hingaben. In der Maori Mythologie ist Cape Reinga ein heiliger Ort, von dem die Seelen der Verstorbenen auf ihre letzte Reise gehen.

Nach einiger Zeit mussten wir uns leider von diesem Schauspiel losreißen, denn wir wollten noch auf den großen Wanderdünen von Te Paki „boarden“ gehen. Als wir dort ankamen waren wir wieder einmal überrascht. Die Wüste Sahara muss so aussehen. Riesig hohe feinste Sanddünen, die sich über zig Kilometer erstrecken, drum herum aber alles grün. Weit und breit kein Mensch zusehen, bis auf den „Sandboard“ Verleiher. (Was aber auch daran gelegen haben kann, das wir erst am frühen Abend dort eintrafen) So besorgten wir uns noch schnell zwei Boards und waren fix und fertig, als wir endlich zu Fuß die Dünenspitze erreichten. Denn einen Lift gab es dort leider nicht ;-). Aber nun ging es ja Gott sei Dank nur noch bergab… Es machte einen Riesenspaß und hinterher sah man aus wie ein Sandmonster ;-). Dieses ist auch der Grund, warum es davon keine Fotos gibt.

Zufrieden und erschöpft fuhren wir nach Kaitaia. Dort hatten wir für heute unsere Unterkunft gebucht.


Die sandigen M&M`s

Mittwoch, 4. März 2009

Neuseeland (Bay of Islands: Paihia, Waitangi, Russell) 28.02.2009



Unsere letzte Nacht war aufgrund starker Sturm- bzw. Orkanböen und sinnflutartigen Regenfällen sehr unruhig. Wir wachten in der Nacht öfter auf und dachten mehrfach diese nicht zu überleben, da evtl. das Haus einstürzt bzw. durch einen Tornado weggeweht wird. Aber wir und das Haus haben es dann doch heile überstanden ;-).

Als wir uns morgens dann doch trauten aufzustehen und vor die Tür zu schauen, war alles nur halb so schlimm, wie gedacht… Glück gehabt ;-). Auf diesen Schreck gönnten wir uns erst einmal ein umfangreiches Frühstücksbuffet. Es gab alles was das Herz begehrte.Lecker ;-)!

Der Regen hatte mittlerweile aufgehört, aber der Himmel war noch sehr bewölkt. Wir machten aber das Beste draus und schauten uns erst einmal den Ort und die Umgebung an. So fuhren wir auch nach Waitangi, einem sehr geschichtsträchtigen Ort. Hier haben die Maori und Engländer Abkommen getroffen… und man kann noch das typische Versammlungshaus der Maoris „Whare Runanga“ besichtigen… sowie ein 36 m langes Kriegskanu, in welches 230!!! Krieger passten.

Nachmittags fuhren wir mit einem niedlichen kleinen Boot, auf die andere Seite der Bay of Islands, nach Russel. Ein süßes kleines Städtchen, im viktorianischen Stil, sogar die Polizeistation ist in diesem Stil gebaut. Russel war Anfang des 1900 Jh. die erste weiße Stadt Neuseelands.

Wir wanderten an der Küste entlang zum Strand und zu einem Aussichtspunkt, von dem man einen herrlichen Blick auf die Bay hatte.

Gegen Abend ging es mit dem Boot wieder zurück nach Paihia. Wo wir am Hafen eine lustige Entdeckung machten. Dort stand ein lustiger grüner Cannabis Bus!! Jetzt wissen wir warum die Neuseeländer alle immer so gut drauf sind ;-).


Der Wetterbericht hat für den nächsten Tag wieder Sonne gemeldet und so freuen wir uns schon auf die morgige Weiterfahrt.


Die vom Winde verwehten. M&M`s :-).

Dienstag, 3. März 2009

Neuseeland (Auckland, Warkworth, Whangarei, Kawakawa, Paihia) 27.02.2009

On the road again ;-), Linksverkehr wir kommen und auch wir haben mal schlechtes Wetter, aber es ist wenigstens warm (25 Grad) ;-p


Heute mussten wir uns leider fürs erste von Uschi verabschieden. Sie war aber noch so nett und brachte uns zu unserem Autoverleiher. Wir vermissen sie jetzt schon !

Der Autoverleiher zeigte uns dann unseren Wagen. Ein flaschengrüner Toyota. Er ist sehr günstig ca.18 $ pro Tag , dass sind umgerechnet 7,50 Euro! Allerdings ist er auch Baujahr 91 und hat keinen CD Spieler nur Radio, was bei den paar Sendern und dem schlechten Empfang hier tödlich ist :-(! Aber aufgrund eines kostenlosen Upgrades ist er zumindest sehr geräumig.

Nun ging für uns auch der Ernst des Lebens los, sprich Linksverkehr!!! Mario war so mutig und machte den Anfang-> ganz Gentlelike :-) Es ist immer wieder witzig den Scheibenwischer zu betätigen, wenn man den Blinker setzten will… Wir fuhren durch Auckland und machten an verschiedenen netten Punkten, die Uschi uns genannt hatte, eine Rast. So z.B. in Warkworth dort gingen wir am Hafen spazieren. In Whangarei legten wir eine Kaffeepause ein. Auf dem Weg nach Paihia (unser heutiges Ziel), kamen wir auch an Kawakawa vorbei. Dort hatte Hundertwasser für 4 Jahre gelebt und auch das Stadtbild ein bisschen „angehübscht“. Wir haben dann auch gleich die für den Ort bekannte Hundertwassertoilette aufgesucht :-). Kurz danach setzte der Regen ein. Erst waren es nur ein paar Tropfen, aber dann kam die Flut!! Wir schafften es gerade noch bis zum Zielort und hatten dann auch noch das Pech das die Jugendherberge ausgebucht war :-(. So dass Mario sich durch den Regen kämpfen musste und nach einigem suchen, noch ein super Luxushotel fand, zu einem erschwinglichen Preis. Der sintflutartige Regen wollte aber nicht aufhören und nun kamen auch noch Sturmböen hinzu. Aber da unser Hunger ja noch gestillt werden musste, (es lässt sich ja leider nicht nur von Lust ähhh Luft und Liebe leben) quälten wir uns noch zu einem kleinen Pub. Dort herrschte aber eine lustige Stimmung (Karaoke Abend) und unsere Laune besserte sich erheblich. Zufrieden gingen wir anschließend wieder durch den Regen nach Hause :-).


Bis bald, die durchweichten M&M`s.


PS.: Saßen vorgestern am Hafen (Auckland) beim Mexikaner und haben uns über das große Schiff gewundert, welches direkt vor unserer Nase im Hafen lag. Sah schon sehr imposant aus. Heute haben wir von Uschi erfahren, dass es die Queen Mary war. Hätten wir das gewusst wären wir sofort an Bord gegangen ;-).

Im Übrigen gibt es hier auch ungewöhnliche Dinge: Die Kiwis sind hier sehr teuer! Das Sternbild ist genau wie der Verkehr und die Schließrichtung der Türschlösser und der sich drehende Wasserabfluss-> anders herum :-)…ja, ja.

Montag, 2. März 2009

Neuseeland (Auckland) 26.02.09

Wir leben noch! Falls ihr euch über unsere Zeitverzögerten Blogeinträge wundert ;-). Aber hier ist man nicht nur am anderen Ende der Welt, sondern auch ein bisschen hinter dem Mond ;-) (Internet). Aber dafür ist es hier eben Natur pur! :-)


Sind im Dschungel-holt uns hier raus... ;-)


Heute fing unser Tag schon gleich super an. Denn es gab endlich mal wieder richtiges Brot zum Frühstück. Ihr wisst gar nicht wie lecker das schmeckt, wenn man das lange nicht hatte. (Also schätzt es euch jeden Tag frisches, gutes Brot essen zu können ;-)!)

Nach dem Frühstück mussten wir uns nun endlich entscheiden wie es die nächsten Wochen weiter gehen sollte. Ob wir uns ein Auto für die Zeit in Neuseeland mieten oder Bustouren machen etc.

Nach langem hin und her und etlichen Telefongesprächen (die Uschi netterweise, für uns führte), hatten wir uns endlich auf einen Mietwagen geeinigt und einen geeigneten Anbieter gefunden. (Die Mietwagen und Benzinpreise hier sind übrigens sehr günstig :-))

So vertrödelten wir leider den Vormittag (denn das Wetter war super, strahlend blauer Himmel und schön warm), bis wir es dann endlich schafften uns gegen 12 Uhr auf den Weg zu machen. Uschi wollte mit uns in den Waitakere Rangers Nationalpark. Dort angekommen stärkten wir uns noch schnell, mit einem Kaffee und einen MüsliriegelJ. Dann ging es los. Wir liefen ca. 30 m

in durch dichten „Dschungel“, dann erreichten wir eine wunderschöne Lichtung und sahen einen phantastischen Wasserfall. Hier machten wir ein kleines Picknick und genossen die Ruhe und das Rauschen des Wassers. Diese wurde allerdings kurz durch einen freilaufenden Pitbull Terrier gestört, der es sich nicht nehmen ließ uns alle voll zu sabbern und unsere Picknick Decke und Kleidung schmutzig zu machen…

Anschließend schickte uns Uschi noch auf einen großen Hügel am Piha Strand, von welchem man eine herrliche Aussicht auf die tolle und menschenleere

Strand/Küstenlandschaft hatte.

Dann fuhren wir sehr erschöpft und zufrieden zurück nach Auckland, holten uns noch ein „To Go“ bei der „Noodle Canteen“ und aßen bei Uschi gemütlich zu Abend. Gesättigt begaben wir uns wieder einmal zum schönen Sonnenuntergang Richtung Strand…


See Ya ! M&M


P.S.: Hier mal wieder ein Dank an alle fleißigen Kommentarschreiber/innen! Macht viel Spaß sie zu lesen und somit auch zu wissen, was in der Heimat so vor sich geht :-)

Samstag, 28. Februar 2009

Neuseeland (Auckland) 25.02.09


Tolle Gastfreundschaft! „So lovely“, wie die Neuseeländer so schön sagen würden ;-)


Heute hieß es zum letzten Mal frühstücken im B&B Aspen House und danach schnell Sachen packen. Denn wir wurden um 9.30 Uhr von der Schwester von Miriams Patentante (Uschi), abgeholt. Als wir unser ganzes Gepäck an der Straße stehen sahen, überkam uns ein schlechtes Gewissen und hofften nur das Uschi keinen Mini Cooper fuhr..;-). Unsere Angst war allerdings umsonst, da ihr Auto groß genug war um das Gepäck und uns locker unterzubekommen. Nach einer herzlichen Begrüßung ging es dann über den Victoriapark, wo es ein paar kleine Souvenirläden gab, Richtung Parnell ein netter kleiner Stadtteil mit vielen Cafes, Restaurants und kleinen Lädchen. Anschließend ging es in den Botanischen Garten, dort gab es ein leckeres Picknick, Uschi hatte an alles gedacht. Gestärkt führte sie uns durch das sehenswerte Auckland Museum. Und erklärte uns das ein oder andere.

Nach dem Museumsbesuch gingen wir noch zum Cornwall Park, wo es neben vielen Schafen noch ein nettes altes Cottage zu sehen gab. Zum Schluss ging es noch auf den „One Tree Hill“. Einer von mehreren erloschenen Aucklander Vulkanen. Oben angekommen hatte man eine herrliche Sicht über die Stadt.

(Allerdings passt der Name „One Tree Hill“ nicht mehr so richtig, denn der Baum welcher dem Hügel den Namen gab, wurde vor kurzem von einem Aktivisten aus Protest gefällt!)

Nach der Sightseeingtour fuhren wir zu Uschis schöner Wohnung, wo sie uns noch ein tolles Abendessen zauberte! Ein leckeres Steak!!! Da sie am Buckland Beach, in der Half Moon Bay wohnt, nutzten wir die Gunst der Stunde um diese exklusive Wohngegend zu erkunden. So machten wir einen schönen Spaziergang am Wasser entlang und genossen den Sonnenuntergang.



Was will man mehr :-)!? M&M

Freitag, 27. Februar 2009

Neuseeland (Auckland) 24.02.2009

So weit weg… (und vom Gefühl doch so nah ;-) )


Heute hatten wir uns den kleinen Vorort Devonport vorgenommen. Wir gingen zum

Fähranleger und holten uns ein Fährticket. Dies war der einfachste und schnellste Weg dorthin. Während der ca. 15 min. Fahrt hatten wir einen herrlichen Blick auf die Aucklander Skyline, auf die Habour Bridge und auf Devonport. Dort angekommen, spazierten wir an der Promenade und am Strand entlang. Anschließend stiegen wir auf zwei erloschene Vulkane, die jetzt als Aussichtspunkte dienen und von denen man einen herrlichen Blick auf Auckland hatte.

Die Häuser Devonports sind zum größten Teil im Kolonialstil gebaut und wirklich hübsch. Hier bekam man ein richtig tolles Urlaubsgefühl und die Vorstellung hier für immer zu wohnen war sehr verlockend!

Man merkt hier den englischen Einfluss, so dass man sich nicht wie am anderen Ende der Welt fühlt, sondern eher wie eine Flugstunde weit von Deutschland entfernt.

Gegen Nachmittag fuhren wir wieder zurück nach Auckland. Dort machten wir noch eine Busrundfahrt, besichteten die Skycity und schlenderten am Hafen entlang.

Abends gingen wir zur Abwechselung mal in einen gemütlichen englischen/irischen Pub essen. Hier probierte Mario auch sein erstes Bier „Newzealand-Lager“.(Und war nach dem zweiten auch schon gut angeheitert...:-) )



Donnerstag, 26. Februar 2009

Neuseeland (Auckland) 23.02.2009




Heute haben wir mal etwas länger geschlafen, da uns der Jetlag doch ziemlich in den Knochen steckte. Dann wurde in unserem netten B&B „Aspen House“ erst einmal ausgiebig gefrühstückt. Man glaubt gar nicht, wie sehr man sich auf ein einfaches Toast mit Marmelade freut, wenn man über 2 Wochen nur Pancakes, Bagels oder Donuts zum Frühstück hatte ;-).

Anschließend ging es in den nahe gelegenen ruhigen „Albert Park“ um den nächsten vier wöchigen Reiseverlauf zu planen. Danach wurde es aber Zeit sich auch einmal die City genauer anzuschauen. Als wir so durch die Stadt schlenderten und in einem netten Cafe einen kleinen Zwischenstopp einlegten, fiel uns auf, dass der Neuseeland Dollar doch sehr unter dem schwachen amerikanischen Dollar leidet. Es ist hier alles noch günstiger als erwartet. Juchhuuuuuu!!!

Da schmeckt der Milchkaffe für umgerechnet 1,80 Euro (In Amerika ca. 6,50!) doch gleich doppelt so gut! Wir gingen an diversen Hochhäusern und am Skytower vorbei, Richtung Hafen. Hier sah man auch die ein oder andere Jacht der „High Society“.

Gegen Abend riefen wir dann noch bei der Schwester von Miriams Tante an. Sie lebt schon seit vielen Jahren in Auckland und wir wollten uns gerne in den nächsten Tagen mit ihr treffen. Am Abend ging es nach einem leckeren Essen wieder zu unserem B&B und wir fielen mal wieder todmüde ins Bett!


bis bald, LG M&M